retype: Spider-Man: Homecoming

Tom Holland alias Peter Parker alias Spider-Man

Eigentlich zählte Spider-Man nie zu meinen großen Favoriten. In jüngeren Jahren hatte ich keine Zeit für die zahlreichen Comics, die Filme mit Tobey Maguire haben mich auch nie so wirklich überzeugen können. Zu weinerlich, zu nichtssagend – so habe ich mir Spider-Man nie vorgestellt.

Mit Spider-Man: Homecoming geben die Marvel Studios uns Filmfans nun neues Futter – und einen neuen Schauspieler in der Rolle des Mannes mit dem Spinnensinn: Tom Holland verkörpert Peter Parker.

Inhalt, Inhalt, Inhalt,…

Nachdem Peter als Spider-Man gemeinsam und gegen die Avengers gekämpft hat, träumt er von diesem Leben – Tony Stark verfrachtet ihn allerdings zurück in die Heimat zu seiner Tante May. Er ist zu jung, zu unerfahren und soll seine Kräfte zu schätzen lernen.

Mit dem Alltag kommt er jedoch nicht recht klar; den lieben, langen Tag nur Kleinganoven zur Strecke zu bringen, das genügt ihm nicht. Als dann allerdings ein neuer Bösewicht das Spielfeld betritt, da wird es plötzlich eng für unseren sympathischen Spinnenmann.

Der Cast von Spider-Man

Wie bereits gesagt, Tom Holland gibt einen überzeugenden Peter Parker, Michael Keaton mimt den Bösewicht „Vulture“. Robert Downey Jr. und Jon Favreau sind in ihren bekannten Rollen als Tony Stark und Happy Hogan dabei, auch Marisa Tomei fehlt natürlich nicht als Tante May Parker.

Screenshot: Youtube-Trailer
Screenshot: Youtube-Trailer

Sehr angenehm kommt die junge Truppe um Peter daher – sein Freund Ned wird verkörpert von Jacob Batalon, Zendaya spielt Michelle; ein Charakter, den man anfangs nicht so recht einordnen kann. Für aufmerksame Filmfreunde gibt es in Spider-Man: Homecoming allerdings noch den ein oder anderen überraschenden Gastauftritt. Und natürlich ist auch Stan Lee wieder mit von der Partie.

Regie, Drehbuch und Gesamtwerk

Als Regisseur hielt Jon Watts am Set die Fäden in der Hand, das Drehbuch stammt von John Francis Daley und Jonathan M. Goldstein. Gerade Watts hat noch keine sonderlich große Erfahrung mit großen Blockbustern, allerdings passt das ganz gut in bekannte Muster: Noch recht unerfahrene Regisseure drehen große Titel, somit wird der Film nicht schon vor Drehbeginn in alte Formen gequetscht.

IMDb gibt eine Laufzeit von 2 Stunden und 13 Minuten an, Wikipedia sagt 2 Stunden und 14 Minuten. Da möchte ich jetzt kein Erbsenzähler sein – das passt soweit. Bei mir kam über die gesamte Laufzeit keine Langeweile auf. Die Story erfindet jetzt nicht das Rad neu, sondern unterhält aufs Beste. Bild und Ton passend gut zueinander, die saubere Mischung aus Schauspielerei, Kameraarbeit und Schnitt überzeugt.

Screenshot: Youtube-Trailer
Screenshot: Youtube-Trailer

Auch die deutsche Fassung passt, da gibt es für mich nichts zu meckern. Den Vergleich zum Originalton kann ich noch nicht ziehen, da muss ich wohl noch auf den DVD-Release warten.

Mein Fazit zu Spider-Man: Homecoming

Marvel hat uns einen neuen Spider-Man versprochen – einen neuen Schauspieler und damit auch eine Annäherung an die Comics. Und für mich haben sie abgeliefert. Mit Tom Holland als Peter Parker kann ich endlich etwas anfangen, der Junge passt in die Rolle des frechen Helden. Der Streifen steckt zudem voller Anspielungen auf bereits bekannte Charaktere aus dem MCU, Easter-Eggs wie die aus den Trailern bekannte Szene auf der Fähre ergeben eine schöne Hommage an die ersten Filme.

Der neue Spider-Man ist als Trilogie ausgelegt, zusätzlich dazu wird er wohl noch in der ein oder anderen Verfilmung des Marvel Cinematic Universe auftauchen. Gut für mich, ich freue mich drauf. Mit der neuen Besetzung und frischen Ideen gibt es viel Potential für neue Filme und Ableger.

Wahrscheinlich muss ich mir dann bald doch einmal Zeit nehmen und mir die Comic-Vorlagen geben.

Kurz und knapp gesagt: Wer Bock auf Marvel und Comic-Verfilmungen hat, der ist bei Spider-Man: Homecoming an der richtigen Adresse. Definitive Empfehlung, wenn möglich im Kino genießen!

Sebastian Lindschulte

Sebastian Lindschulte führt diesen Blog - alle Beiträge stammen aus seiner Feder. Oder Tastatur.